Statuten

STATUTEN DER CAECILIA - HARMONIE VEREIN IN VAALS
5. JANUAR 1878

 

Der Verein und sein Zweck


1. Der Zweck des Vereins ist, sich auf anständige Weise zu amusiren sowie durch Annahme anständiger Geschäfte Geld zu verdienen.
2. Jeder der durch Unterzeichnung dieser Statuten dem Verein als Mitglied angehört, ist verpflichtet:
2a. diese Statuten pünktlich zu beobachten,
2b. sich nicht höher zu schätzen wie ein anderer,
2c. die dem Verein angehörigen Musikalien resp. seine Stimme, sowie sein Instrument in gehöriger Ordnung zu halten. Zuwiderhandlungen gegen c können mit einer vom Vorstand bestimmten Strafe belegt werden.
3. Der Verein soll von einem Vorstand geleitet werden, welcher jedes Jahr mit Neujahr gewählt wird, und in folgender Ordnung besteht: einen Präses, dessen Stellvertreter, einen Kassirer, einen Kassenführer und einen Sekretär. Zudem wählt der Vorstand aus seinen Mitgliedern zwei Controllführer.

 4. Der Vorstand hat über alle Angelegenheiten des Vereins zu verfügen; hat der Vorstand nun etwas ausgemacht oder angeordnet, in Betreff der aktiven Mitglieder, so soll der Präses selbige davon in Kenntnis setzen.
5. Der Präses oder dessen Stellvertreter haben für alle Angelegenheiten der Gesellschaft zu sorgen, auch kann nur durch ihn der Gesellschaft etwas vorgetragen werden; wenn daher ein Mitglied etwas vorzubringen hat, kann es sich an den Präses wenden.
6. Der Kassenführer hat über alle Einnahmen und Ausgaben seine Bücher zu führen, und darf selbiger keine Ausgaben machen, ohne vom Vorstand dazu bevollmächtigt zu sein.
7. Die Kassenbücher sollen jedes Jahr vom Vorstande nachgesehen und unterzeichnet, und zwar bei Erneuerung des Vorstandes, der ganzen Gesellschaft vorgelegt werden. 8. Gleichwie der Vorstand über alles zu verfügen hat, so hat er auch bei Stimmengleichheit über alles zu entscheiden.
9. Wenn jemand als aktives Mitglied in die Gesellschaft wünscht aufgenommen zu werden, so muss er sich schriftlich oder mündlich an der Gesellschaft melden, dann kann er nach bestandener Probe als Mitglied aufgenommen werden, wenn die Ballotage zu seinen Gunsten ausfällt.
10. Wenn jemand durch Ballotage aufgenommen ist, so zahlt er einen halben Gulden Einschreibegeld, und tritt dann in die Rechte eines jeden Mitgliedes.
11. Jedes Mitglied zahlt eine monatliche Einlage von 15 Cents. Jedes Mitglied ist verpflichtet seine Einlage vor Neujahr ganz zu bezahlen, widrigenfalls hat der Vorstand das Recht, dieses vom ersten Verdienst abzuhalten.
12. Wenn ein Mitglied mit Schuld oder Musikalien aus der Gesellschaft tritt, so hat die Gesellschaft das Recht, seinen Namen öffentlich im Gesellschaftslokal anzukleben.
13. Wenn jemand, der mit Schuld aus der Gesellschaft getreten ist, wieder wünscht aufgenommen zu werden, so muss er seine alte Schuld entrichten, dann kann er durch Ballotage und mit dem in Art. 10 angegebenen Einschreibegeld, wieder als Mitglied aufgenommen werden.
14. Diejenigen Mitglieder, welche ihr Instrument auf Einlass erhalten haben, müssen ihren monatlichen Einlass pünktlich entrichten, bei etwaigem Manko kann der Vorstand nach Recht darüber verfahren.
15. Ueber Gelder die an Sonn- und Festtagen hier in Vaals verdient werden, hat der Vorstand zu verfügen.
16. Wenn ein Mitglied aus der Gesellschaft tritt, so hat es kein Recht auf Gegenstände die der Gesellschaft angehören.
17. Die Mitglieder versammeln sich auf die vom Vorstand bestimmte Zeit; jedes Mitglied ist gehalten, auf diesen Versammlungen pünktlich zu erscheinen. Bei Proben sind für Nichterscheinen folgende Strafen festgesetzt: Wer zu spät erscheint, bezahlt 6 Cent. Wer ohne gründliche Ursache nicht erscheint, bezahlt 15 Cent. Wenn ein Mitglied ohne gründliche Ursache fünfmal nacheinander auf der Probe nicht erscheint, dann hat der Vorstand das Recht ihn aus dem Vereine auszuschliessen.
18. Nach Paragraph 3 wählt der Vorstand aus seinen Mitgliedern zwei Controllführer; diese haben folgende Arbeit und Verpflichtungen: erstens, die richtige Führung des Controllbuches; zweitens, Sorge tragen, dass jedes Geschäft gut besetzt wird; drittens, dass jeder eben oft in Geschäfte geht.
19. Geschäfte kann jedes Mitglied annehmen, doch ist jeder verpflichtet, es gleich einem der beiden Controllführer zu melden, und ist ein durch ein Mitglied gemachter Kontrakt für den Verein nicht eher bindend, als bis die Controllführer ihre Zustimmung gegeben haben.
20. Bei jedem Geschäft wird vom Vorstand oder Controllführer ein Mitglied ernannt, das die Musik führt und die Bezahlung einnimmt, auch hat dieses Mitglied die im folgenden Paragraphen angegebene Strafe zu notiren und den Controllführern zu melden.
21. Die bestellten Mitglieder müssen zur bestimmten Zeit an Ort und Stelle sein. Uebertretungen sind mit folgenden Strafen belegt: bei einer viertel Stunde Zuspätkommen ein Silbergroschen, bei einer halben Stunde fünf Silbergroschen, und bei Nichterscheinen ein Thaler Strafe. Diese Strafe wird vom nächsten Verdienst abgehalten.
22. Wenn Geschäfte angenommen sind, wo der ganze Verein mitwirkt, so darf kein Mitglied fehlen, es sei nur bei genügenden Gründen. Die in diesem Paragraphen angedeuteten Geschäfte können nur vom Vorstand angenommen werden. Wer diesem Paragraphen zuwider handelt, verfällt in eine vom Vorstand bestimmte Strafe.
23. Wenn zwei Geschäfte auf einen Tag fallen, so hat der Vorstand das Recht, die Besetzung zu besorgen. Alsdann haben die Mitglieder die Pflicht sich der Anordnung des Vorstandes zu fügen.
24. Ist ein Mitglied irgend in Geschäfte bestellt, und ist verhindert zu erscheinen, so muss es dieses bei Zeiten dem Controllführer melden. Dieser hat dann die Pflicht das folgende Mitglied zu bestellen. Sagt ein Mitglied ohne dringende Gründe ab, so wird es mit einer Ueberschlagung im Geschäfte bestraft.
25. Mehrere Mitglieder dürfen, ohne vom Verein dazu beauftragt zu sein, kein Geschäft annehmen, oder in Geschäfte gehen, wohl darf ein oder zwei Mitglieder sich etwas annehmen, aber nur mit Zustimmung der Controllführer. Wer sich gegen diesen Paragraphen verfehlt, kann vom Vorstande mit zweier Ueberschlagungen im Geschäfte bestraft werden.
26. Von jedem Geschäfte fliesst von jedem verdienten Thaler ein Silbergroschen in die Kasse, mit Ausnahme wenn ein Mitglied für sich allein, und nicht vom Verein oder Dirigenten dazu bestellt, in Geschäfte geht.
27. Keine Musikalien dürfen in Geschäften gebraucht werden, als die dem Vereine oder Dirigenten angehörigen, es sei nur mit Erlaubnis des Vorstandes.
28. Jedes Mitglied welches im Geschäfte ist, ist verpflichtet, so lange das Geschäft dauert, sich ordentlich zu halten, dass es im Stande bleibt seine Stimme ordentlich blasen zu können, und nicht eher aufzuhören oder wegzugehen, bis vom Musikführer die Erlaubnis ausgeht. Zuwiderhandlungen werden mit Verlust des Verdienstes vom Geschäfte bestraft.
29. Ãœber alle Angelegenheiten, die im Vereine oder im Geschäfte vorkommen, dürfen keine öffentlichen Gespräche in Wirtshäusern oder in Gesellschaften vorkommen. Wenn dieses aufzuweisen ist, wird mit 5 Silbergroschen Strafe belegt.
30. Umänderungen dieser Statuten können nur stattfinden, wenn zwei Drittel Stimmen dafür sind.

Genehmigt durch die unterzeichneten Mitglieder am 5. Januar 1878. (folgen die Namen)


DIRIGENT ENTLASSEN

Wie schon mehrere Jahre vorher auch stattgefunden hatte, so hatte der Verein im September des Jahres 1882 in Moresnet das Spielen übernommen bei der Pfarrprozession sowie auf dem Concert, bei dem dortselbst alljährlich stattfindenden Feste des Jugendvereins. Herr Fr. Lange, welcher damals Dirigent des Vereins war, war auch bestellt und hatte versprochen anwesend zu sein, was er aber nicht ausgeführt hat, und wodurch er vom Verein entlassen wurde.

 

VEREINSFAHNE

Da der Verein bis dahin noch nicht im Besitz einer Vereinsfahne war, so entstand bei den Mitgliedern das Verlangen, ebenfalls eine solche zu besitzen, und wurde beschlossen zu diesem Zwecke, dass jedes Mitglied einen wöchentlichen extra Beitrag von 1/2 Frank zu zahlen habe, welches dann auch mit Begeisterung angegangen wurde. Späterhin jedoch wurde der Beitrag auf 10 Pfg reduziert. Das Geld welches in Geschäften verdient wurde, wurde auch zu diesem Zwecke verwandt, ebenfalls wurde dafür am 25. Nov. 1883 ein Concert abgehalten. Nachdem nun soweit der Kostenbetrag zusammengebracht war, wurde die Fahne in Lüttich in einer der berühmtesten Fahnenfabriken bestellt, welche dieselbe dann auch im Mai 1884 zum Preise von 625 Frs. tadellos ablieferte.


VERANSTALTUNGEN oder TEILNAHME der CAECILIEN-HARMONIE VON VERSCHIEDENEN FESTEN

Wie vorgefundene Erinnerungs-Medaillen beweisen, hat der Verein an folgenden Festen teilgenommen:

Am 6. August 1864 in Kohlscheid(Festival)
Am 25. Juni 1866 in Mechelen(Festival).
Am 26. August 1867 in Sittard(Festival).
Am 8. Juli 1869 in Gulpen(Festival).
Am 10. September 1876 in Vijhlen(Festival).

Daselbst war auf dem Festzuge eine Reiterkavalkade vertreten. Als die ersten Töne der Musik erschallten, scheuten mehrere Pferde und rannten in den Festzug hinein. Glücklicherweise kam dabei kein bedeutendes Malheur vor, nur der Schrecken, und ganz besonders bei der Vaalser Caecilien-Harmonie, die am nächsten bei der Panik war, blieb als Erinnerung zurück.
Am 19. August 1883 veranstaltete der Verein, in Gemeinschaft mit dem Gesangverein 'Les Amateurs' und dem Reiter-Club ein grosses internationales Festival.
Am 23. September 1883 nahm der Verein in Holset an einem Festival teil.

Am 22. Juni 1885 an einem Jubelfest in Mechelen. Dieser Festtag war für die Vaalser Caecilien-Harmonie beinahe ein Verhängnisvoller gewesen. Die Reise dorthin war per Wagen vorgenommen worden. Schon bei der Abfahrt in Vaals fiel in der damals sogenannten Gasse, der heutigen Kerkstraat, ein Pferd, welches vor dem Festwagen angespannt war. Nachdem dieses wieder in Ordnung war, wurde die Fahrt fortgesetzt. In Vijhlen versagte das Zuggeschirr und musste dortselbst reparirt werden. Kaum war dieses geheilt, und hatte der Wagen den Vijhlener Berg erreicht, da wollte der Kutscher die Premse andrehen, drehte aber verkehrt, und drehte die Premse aus. Die Pferde konnten den Wagen fast nicht mehr halten. So ging's dann in der grössten Schnelligkeit den Vijhlener Berg hinunter, jeden Augenblick das Schlimmste erwartend. Herr Johann Fanchamps, welcher am Fusse des Berges das alles angesehen hatte, sprang herzu, griff mit Windeseile die Zügel der Pferde und brachte so den Wagen zum Stillstehen. Unglücke waren dabei nicht vorgekommen.
Der Verein nahm am 9. Oktober 1885 in Montzen teil an einem Festival.
In Aachen am 6. Juni 1886.


JUBELFEST

Am 4. Juli 1886 veranstaltete die Caecilien-Harmonie ihr 50-jähriges Jubelfest der Bestehung des Vereins, wozu eine grosse Anzahl der benachbartesten Gesang- und Musikvereine eingeladen worden waren. Als endlich der lang ersehnte Tag näher rückte, sollte auch das Fest durch Böllerschüsse angekündigt und verherrlicht werden. Hierzu hatte sich ein in Vaals wohnender Schmiedegeselle namens Joseph Schlepen aus Borner Heide angeboten, und wurde demselben dann auch das Abfeuern übertragen. Beim Abfeuern aber während des Festzuges durch Vaals hatte der junge Mann das Unglück, sich den Daumen der rechten Hand abzuschiessen, woran er dann auch, kurze Zeit nachher im Spitale zu Aachen, gestorben ist. Der Verein übermittelte an dessen betrübten Eltern die Summe von cirka 90 Mark, in zwei Raten, welche durch abhalten eines Concertes zu diesem Zwecke grösstenteils zusammengemacht worden war. Het is opmerkelijk dat slechts 5 van de deelnemende zestien verenigingen, die op het affiche voorkomen, harmonieen waren. Alle overige gezelschappen waren zangverenigingen. In de 'Chronik' worden overigens niet alleen de verenigingen met hun dirigenten opgesomd, maar tevens de twee uit te voeren muziekstukken. Bij gelegenheid van het 50-jarig jubileum werd, zoals in die tijd gebruikelijk was, aan alle deelnemende verenigingen een herinneringsmedaille aangeboden. Men had de benodigde medailles in Maastricht laten vervaardigen en moest daarvoor 2,50 Nederlandse guldens per stuk betalen. In het verslag over het feest lezen we ook dat aan alle leden van de deelnemende gezelschappen een glas "Ehrenwein verabreicht" werd. De kosten van de wijn, die men blijkbaar over de grens had gekocht, bedroegen in totaal 80 Frs.

OUDSTE DOCUMENT UIT 1856

 

De Kon. Harmonie St. Caecilia uit Kerkrade, in de volksmond 'Auw Harmonie' genoemd, is 7 jaar jonger dan o ­nze Vaalser harmonie. Bij gelegenheid van haar 150-jarig bestaansfeest heeft deze Kerkraadse vereniging een fraai verzorgd boekje uitgegeven, getiteld: 'Klankstad in harmonie'. In deze zeer lezenswaardige kroniek vond dhr. Deitz een afdruk van een affiche (in het Frans) uit het jaar 1856. Op dit affiche wordt o ­nder de deelnemende verenigingen ook de harmonie uit Vaals vermeld. Naar mijn weten is dit het oudste document waarop de naam van o­nze vereniging voorkomt. Als slotstuk van het festival werd door alle aanwezige verenigingen gezamenlijk een mars uitgevoerd, die door de Heer Hanöver was gecomponeerd. De samenstellers van bovengenoemde jubileumuitgave hebben veel moeite gedaan om de betreffende mars in oude archieven op te sporen, wat hun helaas niet is gelukt.  

 

1836 1886 CAECILIEN HARMONIE IN VAALS

zur Jubelfeier des 50-jährigen Bestehens, Sonntag den 4. Juli. Grosses internationales Gesang- und Musikfest in der Wiese des Herrn Alph. Schillings Tentstraße unter gef. Mitwirkung nachstehender Gesang- und Musikgesellschaften

Teilnehmende Gesellschaften

Aachen Aachener Sängerbund Dir. H. Dahmen
Aachen Männer Quartett Dir. Arn. Beaujean
Aachen Liederkranz Dir. Alex Eischlt
Altenberg Altenberger Liederhain Dir. C. Stange
Bocholtz Société Choral St. Joseph Dir. L. Senden
Epen Harmonie Dir. P. Tychon
Gemmenich Cäcilia Gesang Verein Dir. J. Frank
Gemmenich Harmonie Dir. C. Stephan
Holzet Holzeter St. Lambertus Gesang Verein Dir. H. Colette
Montzen Société Les Amis Réunis Dir. H. Gielen
Richterich David Gesang Verein Dir. J. Mouhlen
Simpelveld Harmonie Dir. P. Keulaertz
Vaals Männer Gesang Verein St. Caecilia Dir. P. Bosten
Vaals Société d'Amateurs de Chant Dir. J. Speisser
Vijlen Liederkranz Dir. E. Jongen
Vaals Caecilien-Harmonie Dir. A. Keller

Programm

1.Ankündigung des Festes, am Vorabend und am Morgen des Festtages durch Böllerschiessen.
2.Nachmittags von 1 bis 2 Uhr Empfang der auswärtigen Vereine, durch Deputationen an den verschiedenen Eingängen des Ortes.
3.Bei Ankunft im Gesellschaftslokale: Credenzung des Ehrenweines, wobei auch die Ziehung der Nummern für die Reihenfolge des Zuges und der Vorträge stattfindet.
4.Anfang des Festzuges punkt 2 Uhr.
5.Nach Ankunft auf der Festwiese: Eröffnung der Vorträge durch den festgebenden Verein: Fest Ouvertüre. Nach Beendigung der Vorträge feierliche Ãœberreichung der Erinnerungsmedaillen. Nach Einbruch der Dunkelheit grosses FEUERWERK. Entree zur Festwiese 30 Pfg.

De viering van het gouden bestaansfeest werd de volgende dag, maandag 5 juli 1886 voortgezet met het volgende programma:
11.00 uur: Matinée met gratis entree.
16.00 uur: Optocht naar de feestweide in de Tentstraat.
17.30 uur: Groot vocaal en instrumentaal concert, met turndemonstratie door de Vaalser sportverenigingen. Tijdens de pauzes waren er 'Volksbelustigungen aller Art'. Bij het invallen van de duisternis werd er weer VUURWERK afgestoken. De entreeprijs voor de feestweide bedroeg 20 Pfg.

Der Verein nahm in Gemmenich teil an einem Festival am 19. Juli 1891.

In Valkenberg an einem Musikfeste im September 1892. Diese Reise war sehr interessant und wurde noch nach Jahren hierüber gesprochen. Die Reise dorthin wurde per Wagen abgelegt, Trommel und Fahne wurden oben auf das Dach des Wagens befestigt, und so ging's dann in fröhlicher Fahrt nach Valkenberg zu. Alle waren im schwarzen Anzug und Cilinder gekleidet. Schon ehe Valkenberg erreicht war, wurde der kleine Tambour darauf auf-merksam gemacht, dass seine Rockschösse an einem Wagenrade scheuerten, und beim Nachsehen stellte sich heraus, dass an dieselben schon das Tuch durchgescheuert war. Zu verschiedenen malen wurde stillgehalten um dem Gerstensafte die gebührende Ehre zu zollen. Als endlich nach fröhlicher Fahrt Valkenberg erreicht war, wurde sich dann bemüht um eine passende Ausspannung ausfindig zu machen, und diese war in der Nähe des Lokals gewählt worden, wo die Festlichkeiten stattfanden. Der Wagen wurde leer in die Remise gefahren, und der Verein begab sich dann ins Festlokal um seine Nummer zu erfahren und weiteren Verpflichtungen nachzukommen. Nachdem die beiden gelobten Piècen vorgetragen, wurde sich noch zur Besichtigung der Merkwürdigkeiten in Valkenberg etwas aufgehalten, und zur bestimmten Zeit sich in der Ausspannung versammelt. Dortselbst wurden unter der Remise schon Fahne und grosse Trommel auf das Dach des Wagens gelegt und befestigt, und der Verein bestieg ebenfalls den Wagen, um fröhlich und wohlgemut Valkenberg wiederum zu verlassen. Der Kutscher rief "hopp", die Pferde zogen an, ein gewaltiger Krach, und die arme grosse Trommel war erdrückt, denn die Toreinfahrt war nicht hoch genug um so den Wagen durchzulassen. Nun war guter Rat teuer, denn der Wagen stand wie festgefroren, und nur mit Mühe gelang es, die zerbrochene grosse Trommel unter dem Einfahrts-Gewölbe hervorzuholen. Allgemeines Bedauern von seiten der Zuschauer wurde an den Tag gelegt, aber damit wurde die grosse Trommel nicht wieder ganz. Darum wurde die Reise dann fortgesetzt, und wenn das Malhör für den ersten Augenblick auch Schrecken gebracht hatte, auf der Rückreise war es der Gegenstand, welcher die meiste Lachunterhaltung lieferte. Herr Wilh. Hellebrandt, welcher damals Tambour grand war, machte über diese Reise einen Vortrag, den er noch manchmal bei verschiedenen Gelegenheiten zu Gehör brachte, und der immer gern gehört wurde.

St. Pauluskerk In 1893 werd de St. Pauluskerk in gebruik genomen. In onze kroniek is daarover niets vermeld, maar vanzelfsprekend verleende de harmonie haar medewerking aan de feestelijkheden, o.a. bij de consecratie van het kerkgebouw op 24 oktober. In het prachtig verzorgde boekwerk 'Acht eeuwen St. Pauluskerk Vaals' door M. Franssen, uitgegeven bij gelegenheid van het 100-jarig bestaan van de kerk, vinden we op bladzijde 32 een verslag dat in die dagen in de Limburger Koerier verscheen: "....Het was ongeveer twee uren in den namiddag voordat deze plechtigheid, die op allen eenen onwischbaren indruk maakte, geeindigd was. De geestelijkheid en verschillende particulieren verzamelden zich thans op de pastorie, alwaar ter eere van den hoogen prelaat (Mgr. Boermans, bisschop van Roermond) een keurig diner gehouden werd, waarbij de Cecilia-Harmonie door uitvoering hunner beste stukken den genoodigden een werkelijk muzikaal genot verschafte ...."

Am 29. Juli 1894 machte der Verein eine Reise nach Welkenraedt woselbst ebenfalls ein grosses Musikfest veranstaltet war. Bei dieser Gelegenheit hatte ein Vaalser Herr dem Vorstande ein Haus in Herbesthal empfohlen, wo der Verein für billiges Geld gutes Essen und Trinken haben könnte. Diese Empfehlung wurde benutzt, und wurde dortselbst akkordirt, dass jede Person sich für einen Frank satt essen könne. Nachdem der Verein den Festzug mitgemacht hatte, wurde sich dann nach Herbestahl verfügt, und da dieses eine halbe Stund Wegs ausmachte, so waren die Magen der Leute in einer derartig guten Stimmung, dass die Mitglieder selbst eingestehen mussten, dass der Verdienst, welchen der Wirt an der Vaalser Caecilien-Harmonie hatte, nicht von grosser Bedeutung war. Neugestärkt kehrte der Verein nach Welkenraedt zurück, um rechtzeitig für die verpflichteten Aufführungen an Ort und Stelle zu sein. In Welkenraedt wurde sich auch gut amüsirt. Als aber die Stunde der Abreise schlug, verdunkelte sich das Firmament, und der Regen strömte in Massen hernieder, wodurch die Abfahrt für zwei Stunden ausgesetzt wurde. Während dieser Zeit hatten sich vier Vereinsangehörige, und zwar zwei Mitglieder und zwei Aspiranten, ins Dorf begeben und blieben aus. Als aber der Himmel wieder hell wurde und die zwei Stunden verlaufen waren, bestellte der Vorstand einsteigen und abfahren, denn die vier Abwesenden wussten so gut wie die Andern, dass sie um diese Zeit anwesend sein mussten. Darum wurde ohne Gnade und Erbarmen abgereist. Gegen 7 Uhr morgens war die Caecilien-Harmonie wieder in Vaals, und jeder verfügte sich nach Hause. Im Laufe des Nachmittags waren die vier Abwesenden auch angekommen, und da dieselben etwas tief ins Glas geblickt hatten, so rechneten sie es sich zur Ehre, auf einer leeren Lehmkarre ihren Einzug in Vaals zu feiern. Obschon der Vorstand auf der nächsten Versammlung es nicht unterliess, über diesen Vorfall eine tüchtige Rüge zu erteilen, so bildete er doch noch bis nach langer Zeit den Gegenstand, der zu manchem Witz Stoff lieferte.

Am 4. August 1895 fand in Dolhain ein grosses Festival statt, woran die Caecilien-Harmonie sich ebenfalls beteiligte. Da dem Verein daselbst eine frühe Nummer zugefallen war, so wurde sich die Gelegenheit benutzt, die in der Nähe liegende schöne Gegend der Gileppe auch einen Besuch zu machen. Nachdem der Verein seinen Verpflichtungen Genüge geleistet hatte, wurde sich per Dampf-Strassenbahn dorthin begeben. Ein paar Vereinsmitglieder hatten dortselbst einen Verwandten wohnen, der die ganze Gesellschaft freundlichst ersuchte, in seiner Behausung einzukehren, welches dann auch bereitwilligst ausgeführt wurde. Nach manchem heiteren Scherz wurde dann die Gegend besichtigt, und wieder nach Dolhain zurückgekehrt, um von da aus wieder der Heimat zuzusteuern.

In Bocholtz fand am 18. Juni 1899 ein grosses Musikfest statt. Nachdem der Verein seine Zusage dorthin gesandt hatte, kam wie üblich der Festmarsch, der auf dem Feste von allen anwesenden Musikkapellen gleichzeitig gemacht werden sollte. Da der zugesandte Festmarsch für Fanfare anstatt Harmonie war, so übernahm der Dirigent Herr A. Keller es, denselben für Harmonie zu verändern, und steckte denselben in seine Rocktasche. Bei der nächsten Probe aber meldete er, dass er den Festmarsch verloren hatte. Der Vorstand liess dann aus Bocholtz einen neuen kommen, der zu 1 Gulden berechnet wurde. Auf dem Feste konnte Herr Keller wegen anderer Angelegenheiten nicht anwesend sein und stellte an seiner statt mit Genehmigung des Vorstandes einen Stellvertreter. Der Verein hatte bei der Verlosung das Glück, den vierten Preis (10 Gulden) zu gewinnen, welcher, da der Verein vor der Verlosung Bocholtz schon verlassen hatte, im Laufe der Woche von dem Mitgliede Herr Alexander Oudelhoven dortselbst abgeholt wurde. Der Verein Theater-Freunde feierte am 16. Juli 1899 das Fest der Fahnenweihe, und schenkte jedem teilnehmenden Vereine eine Erinnerungsmedaille, welche dann auch dem Medaillen-Schatz an der Fahne beigefügt wurde, wenn auch als die Einzigste, die nicht von einem Musikfeste herrührte. Die Caecilien-Harmonie hatte den Festzug durch Vaals unentgeltlich gespielt. Bei der Feier spielten 16 Mitglieder des Vereins das Concert und 5 Mitglieder den Festball, welches jedoch bezahlt wurde.